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29. Juni 2005

"Damit Hessens Schülerinnen und Schüler weiter ihre Interessen in einer Schülervertretung (SV) organisieren können, muss das Recht auf SV-Stunden erhalten bleiben," fordert der Landesvorsitzende der Grünen Jugend Hessen (GJH), Daniel May (Korbach). Derzeit können Klassensprecherinnen und Klassensprecher eigenständig, pro Woche eine Unterrichtsstunde als SV Stunden organisieren. In diesen kann die Klasse über klassen- oder schulinterne Probleme aber auch über bildungspolitische Fragen diskutieren.
Diese Regelung möchte das Kultusministerium in einer neuen Verordnung kippen, berichtet Daniel May weiter. Demnach sollen die SV Stunden einer Genehmigung durch den Klassenlehrer bedürfen. "Wir sehen die Gefahr, dass die Lehrerinnen und Lehrer aus eigenem Interesse so die Arbeit der Schülervertreter und Vertreterinnen boykottieren können. Gerade aber junge Schülerinnen und Schüler brauchen das Recht, sich selbst lehrerfreie Räume zu schaffen, um dort die Probleme mit eben diesen zu diskutieren", ist Nicole Maisch (Kassel), Covorsitzende der GJH, überzeugt.

Kritik übt die Grünen-Nachwuchsorganisation zudem am Vorhaben der Landesregierung, das Antragsrecht der SV in der Gesamtkonferenz der Lehrer zu beschränken. Deren Anträge sollen demnach nicht mehr aufgerufen werden müssen. "Ist doch klar, dass unbequeme Anliegen der Schüler einfach nicht behandelt werden," meint Daniel May.

Beanstandet wird von der Grünen Jugend auch das Vorhaben des Kultusministeriums, die Anhörungsrechte des Schülerrates zu beschneiden.
Der Schülerrat ist die Versammlung der Klassensprecherinnen und Klassensprecher und muss zurzeit zu den meisten Entscheidungen der Lehrerkonferenz oder des Schulleiters innerhalb einer Woche angehört werden. Diese Regelungen sollen in Zukunft entfallen. "Nachdem die CDU zu erst die Rechte der Schulkonferenz, in der auch Lehrer und Eltern Sitz und Stimme haben, zu Gunsten der Gesamtkonferenz beschnitten hatte, sollen nun auch noch die letzten Mitspracherechte der Schülerinnen und Schüler gekappt werden", unterstreicht Maisch abschließend.

 
   
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