Die Grüne Jugend Hessen fordert, dass die Landesregierung eine Projektion für die Klimaveränderung und ihre Folgen in Hessen in Auftrag gibt. „Die vorab gemeldeten Ergebnisse des neuesten UN-Klimaberichts zeigen, dass in Deutschland die Durchschnittstemperatur um drei Grad Celsius steigen werde, das wird auch an Hessen nicht vorüber gehen“, betont Daniel May, Landesvorsitzender der Grünen Jugend Hessen. Die Grünen Nachwuchsorganisation fürchtet, der Ausstoß an klimaverändernden Gasen habe so weit zugenommen, dass es nicht mehr möglich sei, die Klimaveränderung zu stoppen. „Bislang ist nicht erkenntlich, dass die großen Schwellenländer China und Indien noch die USA ernsthafte Schritte im Klimaschutz vorhätten. Und auch das Engagement Deutschlands und der EU bleibt hinter dem zurück, was nötig wäre“, sagt Elisabeth Amrein, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Jugend Hessen.
Durch die angekündigten langen Dürrephasen im Sommer und die insgesamt höheren Temperaturen müssten viele Politik- und Wirtschaftsbereiche neu ausgerichtet werden, meinen die Grünen NachwuchspolitikerInnen: „Bereits jetzt nimmt das Niveau des Grundwassers im Rhein-Main-Gebiet stetig ab. Das Land muss sich darüber Gedanken machen, die elementare Daseinsvorsorge wie zum Beispiel eine gesicherte Wasserversorgung zu planen“, erklärt Daniel May. Auch auf die Landwirtschaft und die Wälder werde das neue Klima starken Einfluss haben. „Auch hier muss die Landesregierung Modelle entwickeln, wie mit den veränderten Rahmenbedingungen langer Dürren bei hohen Temperaturen umzugehen ist, sowie es insgesamt Pläne geben muss, wie das Land Hessen zum Klimaschutz beitragen kann und wie mit den Folgen umgegangen wird.“, fügt Elisabeth Amrein hinzu.
„Wir fordern die Landesregierung auf, eine langfristige Studie zur Entwicklung Hessens bis 2100 bei einem kritischen Institut in Auftrag zu geben, um diese Fragen zu untersuchen“, erklären May und Amrein abschließend. |