Die Kommentare des Umweltministers Gabriel zum UN-Klimagipfel stoßen auf Seiten der Grünen Jugend Hessen auf deutlich kritische Worte. „Er mag zwar mit seiner Kritik richtig liegen, dass der UN-Klimagipfel zu wenig Vorzeigbares geliefert hat. Denn angesichts des menschlich verursachten Klimawandels und dessen extrem negativen Auswirkungen ist es absolut geboten, alle nur erdenklichen Maßnahmen zu ergreifen, um gegenzusteuern.", meint Christian Otto vom Landesvorstand der grünen Jugendorganisation. Die Analyse sei völlig richtig, so Otto, nur müsse auch von deutscher Seite aus gehandelt werden. „Es ist allerdings mehr als scheinheilig, die Industriestaaten auf der einen Seite dafür zu kritisieren, dass sie Fortschritten in der Klimapolitik im Wege stehen, und auf der anderen Seite die klimapolitischen Hausaufgaben nicht zu machen.", kritisiert auch Elisabeth Amrein, die umweltpolitische Sprecherin der Grünen Jugend Hessen, Gabriels Unvermögen. Beim Emissionshandel habe der Umweltminister beispielsweise der Industrie so große Zugeständnisse gemacht, dass die EU die deutschen Emissionshandelsvorhaben aufgrunddessen zurückgewiesen hat. Deswegen fordert die Grüne Jugend Hessen den Umweltminister auf, bei der Neuausarbeitung der Emissionshandelsvorhaben seinen großspurigen, klimapolitischen Verlautbarungen endlich Rechnung zu tragen. |