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Zum Bundeskongress der Grünen Jugend in Bonn am 25.5.2008 erklärt Philipp Schett, Sprecher des AK Wirtschaft der GJH:


„Die GJH freut sich, dass die Grüne Jugend auf ihrem Bundeskongress die Idee des Klimabonus in ihr Programm aufgenommen hat und nun auch fordert, endlich alle Bürgerinnen und Bürger am Gewinn aus dem Verkauf unserer Atmosphäre zu beteiligen. Den großen Umweltverschmutzern werden momentan fast zehn Milliarden Euro im Jahr geschenkt – diese Summe gehört allen Bürgerinnen und Bürger, die auch die Konsequenzen der Umweltverschmutzung zu tragen haben und muss an alle gleich ausgezahlt werden. In diesem Jahr wären das fast 150€ pro Person gewesen.“ Diese Idee hat die Grüne Jugend Hessen bereits bei ihrer Landesmitgliederversammlung verabschiedet und gemeinsam mit dem Fachforum Wirtschaft und Soziales beim Bundeskongress eingebracht.


So erklärt Angela Dorn, Vorsitzende der Grünen Jugend Hessen: „Die Grüne Jugend Hessen hat sich wieder als Motor für Innovationen in der Grünen Jugend und bei Bündnis90/Die Grünen erwiesen. Unser Modell ist konsequenter als der Ökobonus von Bündnis90/Die Grünen und vermittelt allen Bürgerinnen und Bürgern, dass die Atmosphäre allen zu gleichen Teilen gehört und sich Klimaschutz deshalb für jeden einzelnen auszahlt . Die GJH will damit auf allen Ebenen eine Debatte einläuten Konzepte für eine ökologisch nachhaltige Steuerpolitik zu erarbeiten.“


Unser Klimabonus:

In der heutigen Realität gehört die Atmosphäre den Energie- und Kohlekonzernen. Denn sie erhalten das Recht, die Umwelt zu verschmutzen in Form von Emissionszertfikaten bisher geschenkt. Sie erhöhen jedoch die Preise und erwirtschaften so zusätzliche Gewinne in Milliardenhöhe. Die Grüne Jugend ist jedoch der Ansicht, dass die Atmosphäre allen Menschen zu gleichen Teilen gehört. Die Erlöse aus der Ersteigerung der Emissionszertifkate, die Umweltverschmutzung einen Preis geben, müssen deshalb allen Bürgerinnen und Bürgern zu gleichen Teilen ausgezahlt werden. Durch diese Maßnahme werden Bürgerinnen und Bürger finanziell belohnt, die sich energiesparend und damit klimaschonend verhalten. Die erhöhten Strompreise können bei geringem Verbrauch durch die Auszahlung ausgeglichen werden, das Verhältnis von Auszahlung zu Stromkosten wird immer größer, je energiesparender sich ein Bürger verhält. Vor allem Familien und sozial Benachteiligte haben meist einen geringeren Pro-Kopf-Verbrauch und profitieren so besonders stark. Der Klimabonus ist dabei keine zusätzliche Belastung für die BürgerInnen, da die Einnahmen vollständig wieder ausgezahlt werden, nur eben ökologisch gerechter. Das Konzept darf jedoch nach Vorstellung der Grünen Jugend keineswegs auf Deutschland begrenzt bleiben. Langfristig sollen mit einem weltweiten Emissionshandel alle Menschen von diesem Modell profitieren.

 
   
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