„Skandalös“, so kommentiert Angela Dorn, Vorsitzende der Grünen Jugend Hessen, die Pläne von RWE. Nach Medienberichten will RWE den Uralt Reaktor Biblis A bis 2010 laufen lassen. Dass in Biblis keine dauerhafte Sicherheit garantiert werden kann, ist durch die technischen Pannen der vergangenen Jahre immer wieder deutlich geworden. „Es muss deshalb weiterhin heißen: Biblis so schnell wie möglich abschalten!“, so Angela Dorn.
Der Reaktor ist zwischen 2006 und 2008 über ein Jahr lang wegen Sicherheitsmängeln abgeschaltet worden. Das ist ein eindeutiges Indiz für die Gefahr die Biblis ausstrahlt. „Biblis jetzt auch noch länger laufen zu lassen, belegt ein weiteres Mal, dass die Stromkonzerne weiterhin ihre Gewinninteressen über alles andere stellen“, so Angela Dorn weiter. „Dass diese Gewinne nicht für die Verbraucherinnen und Verbraucher eingesetzt werden, sieht man immer wieder an der maroden Netzstruktur, die im Winter 2005 zu Stromausfällen führten und europaweit Bürgerinnen und Bürger stundenlang im Dunkeln ließen.“
Die Laufzeiten zu verlängern ist jedoch vor allem eine umweltpolitische Katastrophe. Es gibt nach jahrzehntelanger Nutzung der Atomenergie immer noch keine Möglichkeit den hochgiftigen Atommüll sicher zu lagern. Gerade das Beispiel des Versuchs-Endlagers Asse II zeigt eindeutig welches Risiko jede weitere produzierte Tonne Atommüll in sich trägt.
Durch teuer erstellte Imagekampagnen führen die vier großen Stromversorger in der letzten Zeit die Kundinnen und Kunden in die Irre. So produzieren vor allem RWE und Eon fortwährend teure TV-Spots, in denen sie für erneuerbare Energien werben. Dort sind dann Computer-animierte Anlagen zu bewundern, die jenseits ihrer virtuellen Existenz, bislang bloß blanker Populismus sind. Die großen Investitionen werden weiter in steinzeitliche Methoden der Energieerzeugung wie z.B. Kohle gespeist. „RWE und andere müssen endlich aufwachen und ihre Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt wahrnehmen“ so Angela Dorn abschließend.
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