Die gestern in der HNA veröffentlichen Zahlen (Quelle: Netzbetreiber/ Landesämter für Statistik) zeigen wieder einmal, dass über neun Jahre Kochregierung Hessen auch in diesem Bereich zurückgeworfen hat. So liegt Hessen in punkto Erneuerbare Energien sogar deutlich hinter anderen CDU geführten Bundesländern - wie Niedersachsen - zurück. Dort liegt der Anteil der erneuerbaren Energien bei mittlerweile 16,1%. In Hessen hingegen sind es weiter lasche 6,1%.
„Wenn jetzt an den Laufzeiten von Atomkraftwerken gerüttelt wird, nimmt man einem ganzen Wirtschaftszweig die Energie“, sagt Philipp Hinrichsmeyer, Mitglied des Landesvorstandes der Grünen Jugend Hessen aus Kassel, „man darf nicht vergessen, dass trotz schlechter Voraussetzungen in Hessen mittlerweile mehr Arbeitsplätze in den Erneuerbaren Energien stecken als in Atom und Kohle zusammen. „Die Nutzung von Atomenergie hilft vor allem der Gewinnmaximierung der vier großen Stromkonzerne und nicht den Kunden“, so Hinrichsmeyer, „die Möglichkeit diese Macht aufzubrechen und einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen, liegt momentan ausschließlich bei den kleinen dezentralen Energieerzeugern von Erneuerbaren Energien.“
In Hessen wird auf lokaler Ebene seit Jahren deutlich von CDU, aber auch von der SPD, ein intensiver Kampf gegen den Ausbau der Erneuerbare Energien, vor allem die Windkraft geführt. Das hemmt das Wachstum der gesamten Region Nordhessen. Trotz der Zurückhaltung vor der eigenen Haustür gibt es in diesem Bereich weiterhin Hochtechnologie von Weltformat in Nordhessen zu begutachten. Die Unternehmen sind, um einen weiteren Schub in ihrer Entwicklung aufzunehmen, jedoch auch darauf angewiesen, direkte Anwendungsfelder vor Ort zu erschließen und auf eine lokale Modellregion zu Forschungs- und Entwicklungszwecken angewiesen.
Bisher schlummernde Potentiale betreffen jedoch nicht nur die Entwicklung und Forschung im Bereich dieser nachhaltigen Zukunftstechnologien. „Es geht hier, unter dem Stichwort Energieeffizienz, vor allem um den Bereich der Gebäudesanierung“, so Hinrichsmeyer weiter, „gerade im Bereich der Altbausanierung steckt eine riesige Möglichkeit für das lokale Handwerk. Ziel muss es sein trotz steigender Energiepreise sein, keine Mehrkosten für den häuslichen Energieverbrauch entstehen zu lassen.“
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