„Das Motto „Europa schöntrinken“ ist vollkommen daneben“,
so kommentiert Philipp Hinrichsmeyer, Vorsitzender der Grünen Jugend Hessen, die Aktion der hessischen Julis. „Eine Party zu veranstalten um jungen Menschen Europa näher zu bringen, ist jedoch eine gute Aktion und wahrscheinlich mehr als die SPD im gesamten Europawahlkampf in Hessen gemacht hat.“
Dennoch, die Gefahren des „Komasaufen“ müssen überall gegenwärtig bleiben. So ist die gut gemeinte Partyidee der JuLis absolut nach hinten losgegangen. Übermäßigen Alkoholkonsum zu stilisieren schadet vor allem jungen Menschen. Wir brauchen keine Prohibition, wir brauchen jedoch in Deutschland einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Gerade in Städten in denen es eine „Trinkerszene“ gibt, muss besonders rücksichtsvoll gehandelt werden.
„Es sind jedoch nicht ausschließlich die jungen Menschen, die mit ihrem Trinkverhalten vermeintlich Städte verschandeln. Es sind vor allem die vermeintlichen Erwachsenen - diejenigen, die sich bei Weinproben, auf Weinfesten oder bei anderen kulturellen Veranstaltungen volllaufen lassen“, so Hinrichsmeyer weiter.
Als Empfehlung an die etablierte Politik: Wenn man sich dem Problem ernsthaft annehmen möchte, dann kann man aus dem Sektempfang auch mal einen Saftempfang machen, anstatt das zu kritisieren, was man selbst tut.
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