Der Energiekonzern RWE schickt rund 3000 seiner Auszubildenden aus ganz Deutschland am Freitag nach Biblis, um für Kernkraft auf die Straße zu gehen. E.ON und Vattenfall ziehen nach, so dass es fast 10.000 angebliche junge Demonstranten pro Atomenergie werden.
„Peinlich und ungeheuerlich“ findet Angela Dorn, Vorsitzende der Grünen Jugend Hessen, das Vorgehen der Manager der Energiekonzerne RWE, E.ON und Vattenfall.
Anlässlich der Anti-AKW-Demo am 5. September in Berlin versammeln sich zehntausende in Berlin um gegen die Verlängerung der Laufzeiten zu demonstrieren. „Diese Menschen versammeln sich freiwillig, RWE muss TeilnehmerInnen verpflichten!“ so Dorn weiter. Dass gerade Auszubildende zur dieser Demonstration verpflichtet werden, empört die Jungpolitikerin: „Die Energiekonzerne nutzen die abhängige Stellung der Auszubildenden, die auf eine weitere Anstellung hoffen, schamlos aus, um für ihre Gewinninteressen zu sorgen!“
Die Grüne Jugend verurteilt die jetzigen Bemühungen der Energiekonzerne, ihrer Demonstration einen Anstrich von Freiwilligkeit zu verpassen. „Ein Aufruf des Personalvorstands, das Chartern von kostenlosen Bussen und vorgedruckte Demonstrationsflyer - was soll denn noch fehlen, um Auszubildende zu verpflichten?“ fragt Angela Dorn.
Um RWE, Eon und Vattenfall zu zeigen, wie man friedlich und vor allem freiwillig demonstriert startet die Grüne Jugend Hessen am Samstag eine Anti-Atom Fahrradtour. Gemeinsam mit Grünen DirektkandidatInnen und Mitgliedern der Bündnisgrünen radelt die Grüne Jugend Hessen am Samstag von Darmstadt über Biblis nach Lorsch. Unterwegs machen die Jungpolitikerinnen auf die Gefahren der Atomkraft aufmerksam und setzen ein Zeichen gegen die Atomträume von RWE und Co.
Zu den Hintergründen der Anti-Biblis-Demonstration in Zeiten des Bundestagswahlkampfs erklärt Angela Dorn: „Die Bundestagswahl wird entscheidend für die Frage der Atomenergie sein. Die skandalösen Pläne der Atomkonzerne, den Atomausstieg auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben, werden von CDU und FDP offen unterstützt und sogar als umweltfreundlich verkauft.“ Die Grüne Jugend möchte die Bevölkerung aufklären: „Atomkraft ist keine Brückentechnologie, sondern ein unverantwortliches Sicherheitsrisiko, das zudem den Ausbau von regenerativer Energien verhindert. Denn dieser setzt einen flexiblen Kraftwerkspark voraus, um die Schwankungen zwischen Angebot und Nachfrage ausgleichen zu können.“
Protest-Fahrradtour der Grünen Jugend Hessen gegen Biblis A am Anti-Atom-Tag 5.9.2009
Die Grüne Jugend Hessen unterstützt am 5.9.2009 die Großdemonstration gegen Atomenergie nicht nur in Berlin, sondern auch begleitend in Hessen.
Auf unserer Protestfahrradtour von Darmstadt nach Lorsch über Gernsheim und Biblis A wollen wir auf die tickende Bombe Biblis A aufmerksam machen und ein Gegengewicht zur verpflichtenden Pro-Biblis Demonstration von RWE am Freitag, den 4.9.09 bilden.
An den jeweiligen Stationen unterstützen uns Priska Hinz, die hessische GRÜNE Spitzenkandidatin (in Darmstadt Eberstadt), Christian Gerber Direktkandidat für den Landkreis Bergstrasse (auf dem Weg von Biblis nach Lorsch) und Andrea Graf, die Direktkandidatin aus Groß Gerau (in Gernsheim). Gemeinsam mit den GRÜNEN Kreis- und Ortsverbänden wollen wir die Bevölkerung wachrütteln und die Bedeutung des Bundestagswahlkampfs in Hinsicht der Atomfrage aufklären.
|