Pressemitteilung 2026-01: Kürzungen an integrierten Gesamtschulen sind ein Angriff auf Bildungsgerechtigkeit
Die GRÜNE JUGEND Hessen kritisiert die geplanten Kürzungen bei Lehrkraftstunden an integrierten Gesamtschulen in Hessen scharf. Die Vorhaben des Kultusministeriums treffen ausgerechnet jene Schulform, die für gemeinsames Lernen steht und verschärfen die ohnehin angespannte Lage an Hessens Schulen weiter.
Dazu sagt Senem Bozdağ, Sprecherin der GRÜNE JUGEND Hessen: „Wer integrierte Gesamtschulen kaputtspart, hält an einem Auslesesystem fest, das soziale Ungleichheit reproduziert. Die Kürzungen der Landesregierung sind nicht nur ein Sparzwang, sondern bewusste, ideologische Bildungspolitik, die spaltet. “
Auch Titus Dharmababu, Sprecher der GRÜNE JUGEND Hessen, übt deutliche Kritik: „Die hessische SPD muss sich entscheiden, ob sie als Juniorpartner glaubwürdig für Bildungsgerechtigkeit eintreten will oder Kürzungen mitträgt, die Schüler*innen und Lehrkräfte gleichermaßen treffen. Soziale Politik darf nicht bei wohlklingenden Versprechen enden, sie muss sich im Haushalt widerspiegeln.“
Integrierte Gesamtschulen sind ein zentraler Baustein für mehr Bildungsgerechtigkeit. Sie ermöglichen Kindern und Jugendlichen unabhängig von Herkunft oder sozialem Status bessere Bildungschancen. Damit dieses Konzept funktioniert, braucht es ausreichend Lehrkräfte, Zeit für pädagogische Arbeit und verlässliche Rahmenbedingungen. Die geplanten Kürzungen führen jedoch zu einer spürbaren Verschlechterung des Schulalltags für Schüler*innen.
Die GRÜNE JUGEND Hessen solidarisiert sich ausdrücklich mit den Protesten von Lehrkräften, Eltern, Schüler*innen und Bildungsgewerkschaften. Bereits jetzt leiden viele Schulen unter massivem Lehrkräftemangel und hoher Arbeitsbelastung. Weitere Kürzungen verschärfen diese Situation und gehen direkt zulasten der Schüler*innen. Die GRÜNE JUGEND Hessen fordert das Kultusministerium auf, die Kürzungspläne umgehend zurückzunehmen und stattdessen konsequent in Bildung zu investieren. Gute Bildung ist keine freiwillige Ausgabe, sondern eine zentrale Voraussetzung für eine demokratische Gesellschaft.
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