Sonder-LMV Juli 2019: Das Hau-Ab-Gesetz soll sich verziehen

Innerhalb der letzten Monate wurde ein Gesetzespaket zu Flucht und Migration durchgepeitscht, dass nur so strotzt vor Verschärfungen. Am 07.06. wurde es im Bundestag verabschiedet. Am 28.06. hat es dann auch der Bundesrat durchgewunken. Das können wir als Grüne Jugend Hessen nicht gutheißen! Wir positionieren uns entschieden gegen dieses drakonische Gesetzespaket, das zu einer systematischen Ausgrenzung Asylsuchender und Flüchtlinge und zur Kriminalisierung der helfenden Zivilgesellschaft führen wird.

Die Grüne Jugend Hessen fordert eine humanere Asylgesetzgebung – weg von ständigen Verschärfungen – und eine menschenwürdige Asylpolitik in Hessen und Deutschland.

Der zivilgesellschaftliche und politische Druck gegen dieses Gesetzespaket darf nicht abreißen! Die Grüne Jugend Hessen fordert die grüne Fraktion im hessischen Landtag auf, Möglichkeiten für Ländererlasse o.ä. zu erarbeiten, die die Auswirkungen des Gesetzespaketes auf die Schutzsuchenden in Hessen abmildern!

Beschlossen am 06.07.2019 auf der Landesmitgliederversammlung in Frankfurt am Main.

Sonder-LMV Juli 2019: Tod Dr. Walter Lübckes vollständig aufklären

Die GRÜNE JUGEND Hessen nimmt die mutmaßliche Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke mit Bestürzung zur Kenntnis und ist in Gedanken bei der Familie und den Freund*innen des Verstorbenen.

Die Umstände seines Todes sind ein Angriff auf Toleranz, Solidarität und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Es handelt sich um den ersten Mord einer*eines Rechtsextremen an einer*einem Politiker*in in der Geschichte der Bundesrepublik. Ermittlungsfortschritte deuten darauf hin, dass es sich bei der Tat nicht um einen Einzeltäter handelt, sondern dass ihr ein rechtsextremes Netzwerk zugrunde liegt. Dieser und andere Fälle zeigen uns: Die Grundfesten unserer freiheitlichen und liberalen Demokratie werden von Rechtsterrorismus bedroht. Solchen Entwicklungen stellen wir uns entschieden entgegen!

Die Liste der Unklarheiten in Bezug auf den Todesfall Lübckes und mögliche Verbindungen in rechte terroristische Netzwerke ist lang. Die GRÜNE JUGEND Hessen fordert aufgrund dessen die lückenlose Aufarbeitung der Tat, die Untersuchung möglicher Verbindungen zwischen dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten und den Taten des NSU sowie die aktive Bekämpfung rechtsradikaler Netzwerke insbesondere innerhalb staatlicher Strukturen wie der Polizei, dem Verfassungsschutz und der Bundeswehr. Nur ein Staat, der den Mut besitzt, rechtsextreme Kollaborateur*innen in seinen eigenen Institutionen zu identifizieren und zu bekämpfen, ist ein wehrhafter Staat.

Vor der Tat sah sich Dr. Walter Lübcke in den sozialen Netzwerken wegen seines couragierten Eintretens für Werte wie Toleranz und Solidarität massiven Anfeindungen, Hasskommentaren und Morddrohungen ausgesetzt. Solche Kommentare, gedeckt durch die Anonymität des Netzes, wirken enthemmend und bieten eine Basis für Gewalttaten. Die GRÜNE JUGEND Hessen fordert daher, die strafrechtliche Handlungsmöglichkeit im Netz zu verbessern. Ansätze dafür sind, die Medienkompetenz und Kapazität der Behörden bei der Verfolgung von Hass und Gewalt im Netz zu stärken.

Angriffe wie diese haben zum Ziel, Angst und Verunsicherung im demokratischen Apparat zu sähen. Somit war der Angriff auf Dr. Walter Lübcke auch ein Angriff auf die Demokratie. Die GRÜNE JUGEND Hessen lässt sich jedoch vom gewaltsamen Tod an Dr. Walter Lübcke nicht einschüchtern, sondern macht umso entschiedener weiter. Gerade in diesen Zeiten ist zivilgesellschaftliches Engagement für eine tolerante, offene und friedliche Gesellschaft nötig. Wir sehen uns in unserem Engagement gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung bestätigt und werden es umso stärker fortführen.

Beschlossen am 06.07.2019 auf der Landesmitgliederversammlung in Frankfurt am Main.

Sonder-LMV Juli 2019: Restrukturierung der GRÜNEN JUGEND Offenbach

Die Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND Hessen möge beschließen, die formale Gründung des Ortsverbandes Dreieich rückwirkend zum 13. Januar 2019 anzuerkennen, sowie die Ortsverbände Stadt Offenbach und Obertshausen formal zu begründen. Damit erfolgt die Aufteilung des Kreisverbandes Offenbach in die Ortsverbände Offenbach Stadt, Dreieich und Obertshausen. Bis zu einer entsprechenden Satzungsänderung durch die betreffenden Ortsverbände ist die GRÜNE JUGEND Dreieich für den Westkreis (Dietzenbach, Egelsbach, Heusenstamm, Langen, Neu-Isenburg, Rödermark) und die GRÜNE JUGEND Obertshausen für den Ostkreis (Hainburg, Mainhausen, Mühlheim, Rodgau, Seligenstadt) zuständig.

Beschlossen am 06.07.2019 auf der Landesmitgliederversammlung in Frankfurt am Main.

Sonder-LMV Juli 2019: Leitantrag „Europas Jugend will ein besseres Europa!“

Leitantrag „Europas Jugend will ein besseres Europa!“

Die Ergebnisse der Europawahl haben verdeutlicht, dass Europas Jugend mehr, anstelle von weniger Europa möchte. Diese Ergebnisse, vor allem für die Grünen, die nicht nur auf einen enormen Zuwachs in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern, wie Frankreich, den Niederlanden und Italien zurückzuführen sind, verdeutlichen den Vertrauensvorschuss, den uns die Wähler*innen geben. Sie fordern eine echte Gleichberechtigung aller Menschen in Europa, sowie eine soziale, faschismusfreie und vor allem eine europäische Union, die sich den globalen Herausforderungen, wie dem Klimawandel und der weltweiten Friedenssicherung verschreibt. Dabei ist es auch unsere Aufgabe als GRÜNE JUGEND auf die Forderungen und Wahlversprechen hinzuwirken. Wir kämpfen weiter für ein solidarisches, gerechtes und friedliches Europa und gegen Grenzzäune und rechte Strukturen.

Europäischer Klimaschutz auf allen Ebenen

Wir fordern einen echten Klimaschutz auf allen politischen Ebenen, der CO2 merklich reduziert. Wir wollen eine europäische Klimapolitik, die dem 1,5 Grad Ziel standhält. Dazu brauchen wir eine energische Umsetzung des europaweiten Kohleausstiegs bis 2030 und 100 Prozent Erneuerbare Energien mit der europäischen Energiewende. Kerosin muss endlich besteuert werden und Fluggesellschaften dürfen nicht mehr mit Steuervorteilen davon kommen. Auch die CO2 Steuer muss in Deutschland und in ganz Europa durchgesetzt werden, dabei gilt der Richtwert 180€ pro emittierter Tonne CO2-Äquivalent.

Europa muss das Verbot von Einweg-Plastik umsetzen und Mehrweg-Plastik besteuern. Regelungen für das Pfandsystem muss von Ausnahmen frei sein, das heißt unter anderem auf Molke-Erzeugnisse muss Pfand erhoben werden und auch Glasflaschen sollten nur noch über Mehrweg-Pfandsysteme laufen. Um unsere Ressourcen zu schonen, ist eine Kreislaufwirtschaft dringend notwendig. Wir fordern den nachdrücklichen Aufbau eines transnationalen, gemeinsamen, elektrifizierten Schienennetzes, sowie schnellere Nachtzugverbindungen in ganz Europa zu bezahlbaren Preisen. Um unsere Klimaziele einzuhalten, können wir uns die Emissionen von innereuropäischen Kurzstreckenflügen nicht leisten. Auch wenn wir in Europa mit immer mehr Ernteausfällen aufgrund extremer werdender Wetterlage zu kämpfen haben, treffen unser planetenzerstörender Konsum und Lebensstil vor allem die Menschen im globalen Süden.

Um kleine und ökologische landwirtschaftliche Betriebe zu fördern, müssen die Agrarsubventionen der EU hauptsächlich nach ökologischen Aspekten und nicht mehr nach Größe vergeben werden. Um unsere Biodiversität zu schützen und den Ertrag der nächsten Jahrzehnte zu sichern, ist die ökologische Bewirtschaftung unserer landwirtschaftlichen Flächen dringen notwendig und muss finanziell gefördert werden. Ebenso fordern wir europaweite Richtlinien für ein besseres Tierwohl in Europa.

Dies beginnt bei einem einheitlichen und transparentem System, welches Aufzucht-, Haltungs- und Schlachtbedingungen aller Nutztiere mit einbezieht. Ebenso dazu zählen das Verbot des Kükentötens, das Verbot von Tiertransporten in Drittländer und das Verbot aller Pelztierfarmen in Europa. Die Folgen des Handelns eines jeden Einzelnen muss dabei noch deutlicher werden und die Europäische Union muss endlich die Konsequenzen ihres Handelns tragen. Die Aufnahme, unter anderem von Klimageflüchteten, ist dabei ein Schritt in die richtige Richtung.

Rechte aller Menschen stärken

In vielen europäischen Ländern werden diverse Grund- und Menschenrechte massiv verletzt. Menschen, die auf die Straße gehen, erfahren Widerstand, Unterdrückung und Gewalt. Auch Schüler*innen der Fridays For Future Bewegung werden dabei immer wieder mit Anschuldigungen und schulischen Konsequenzen konfrontiert. Wir als GRÜNE JUGEND Hessen solidarisieren uns mit allen Bewegungen weltweit, die für den Erhalt unseres Planeten kämpfen. Wir stehen hinter den Menschen, die in den Kampf um unsere Lebensgrundlage Repressionen erfahren und fordern die Politiker*innen aller Parteien auf, den Schutz der Umwelt als erste Priorität in allen Politikbereichen mitzudenken und umzusetzen. Der Schutz unseres Planeten muss die oberste Bedingung sein!

Alle Menschen in Europa müssen das Recht haben ihre Grund- und Menschenrechte einzuklagen. Wir wollen ein Justizsystem, dass dies garantiert. Der Schutz aller Menschen, egal ob auf dem Mittelmeer oder vor der eigenen Haustür muss durch die Europäische Union und ihre Institutionen garantiert werden. Wir wollen ein Europa ohne Grenzzäune und ein Europa, das die Rettung von Menschen in Not nicht kriminalisiert.

Insbesondere aufgrund der Zunahme von autoritären und rechten Staaten in Europa, sowie rechten Strukturen innerhalb der einzelnen Nationalstaaten ist es grundlegend, dass wir als GRÜNE JUGEND den Ausbau und die Verteidigung von Bürger*innenrechten und Menschenrechte noch deutlicher einfordern. Wir müssen den Schutz von Aktivist*innen, Bürgerrechtler*innen, Whistleblowern und Journalist*innen, sowie gesellschaftlichen Minderheiten gewährleisten. Menschenrechte dürfen nicht vom Pass, dem Geschlecht, der sexuellen Orientierung, der Religionszugehörigkeit oder der Regierung abhängen, sondern müssen für jeden Menschen einklagbar sein, auch im Netz!

Auch die Rechte von LGBTQIA* Personen werden in Europa immer wieder infrage gestellt und Menschen wegen ihres Geschlechtes oder/und ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert. Wir fordern ein Europa, das sich klar für die Rechte dieser Menschen einsetzt!

Ein neues Europa – auf sozialer und institutioneller Ebene

Die Zustimmungswerte zur Europäischen Union sind in den letzten Jahren, insbesondere bei jungen Menschen, stetig gewachsen. Dies bedeutet vor allem, dass wir als Grüne speziell jungen Menschen in ganz Europa Perspektiven schaffen und für soziale Gerechtigkeit kämpfen müssen. Die Anpassung der europäischen Sozialstaaten und die Einführung einer europäischen Arbeitslosenversicherung, welche europäische konjunkturelle Ungleichheiten ausgleicht, ist dabei genauso wichtig wie faire Löhne in ganz Europa – auch in der Ausbildung. Die Aufstockung des europäischen Sozialfonds ist, genauso wie die verpflichtend-faire Bezahlung von Praktika, auch in europäischen Institutionen, ein notwendiger Schritt hin zu einem sozialeren Europa. Auch freie und gute Bildung für alle jungen Menschen in Europa ist unabdingbar! Wir müssen solidarisch dafür einstehen und Konzepte entwickeln, eine gute Perspektive für alle Jugendlichen zu schaffen. Jugendarbeitslosigkeit sollte nicht mehr die Regel sein! Das junge Menschen für eine Berufsausbildung in ein anderes EU-Land emigrieren, soll nur eine von vielen Optionen sein. Im gleichen Zug möchten wir es auch den Personen, durch ein ERASMUS+, welches Berufsausbildungen besser abdeckt, erleichtern eine Berufsausbildung im europäischen Ausland zu machen.

In diesem Jahr wurde uns deutlich gemacht, dass die Jugend von heute die Zukunft von Morgen ist und diese politisch mitgestalten möchte. Um Europa zukünftig auch für alle Menschen zugänglicher zu machen, fordern wir das Absenken des Wahlrechts auch auf europäischer Ebene, denn Wählen ist ein Menschenrecht.

Auch wenn die Europäische Union auf dem internationalen Parkett eine immer größere Rolle spielt, sind viele europäischen Bürger*innen mit der EU und ihren Strukturen nicht zufrieden. Wir müssen eine Arbeitsform finden, die transparent, effizient und bürger*innenfreundlich ist, gleichzeitig die Bürger*innen aller europäischen Staaten mit einbezieht und Partizipation ermöglicht. Die GRÜNE JUGEND Hessen fordert die Durchsetzung demokratischer Strukturen auf allen europäischen Ebenen. Wir brauchen einen Umbau der Institutionen und Strukturen der Europäischen Union. Das Europäische Parlament als gewählte Vertretung aller EU-Bürger*innen muss endlich zu einer Volksvertretung werden.

Es muss uneingeschränktes Budgetrecht bekommen, Gesetzesakte initiieren dürfen und die Europäische Kommission wählen. Auch bei außenpolitischen Missionen und Auslandseinsätzen muss es die Möglichkeit des Vorbehalts geben.

Die Einführung eines europäischen Staatsbürger*innentums ist der Anfang hin zu einem gemeinsamen Europa. Die Stärkung einer europäischen Öffentlichkeit ist dazu die Grundvoraussetzung. Wir wollen europäisch-geförderte, öffentlich-rechtliche Medien in allen Sprachen.

Für eine friedenssichernde Politik in der ganzen Welt

Während die Europäische Union, als das erfolgreichste Friedensprojekt aller Zeit, innerhalb Europas den Frieden sichert und sich für ihren Erhalt einsetzt, egal ob in Irland, im Baskenland oder in der Balkanregion, hat die EU jenseits der europäischen Grenzen noch einiges aufzuholen. Wir brauchen eine europäische Außenpolitik, anstatt der Verstärkung der nationalen Sicherheitsmechanismen. Eine gemeinsame Außenpolitik fördert nicht nur die Stellung der EU im internationalen Kontext, sondern auch den Frieden innerhalb und außerhalb Europas. Eine gemeinsame außenpolitische Strategie aller Staaten ist notwendig, um Frieden zu sichern und Konflikte und Krisen einzuschränken. Konflikte müssen dabei ohne militärische Interventionen gelöst werden.

Dabei muss sich die europäische Außenpolitik dem Einsatz für Demokratie und Menschenrechte verpflichten. Die Zusammenarbeit mit und Waffenlieferungen an Autokrat*innen lehnen wir ab.

Auch die Rückgabe von geraubten Kulturgegenständen aus anderen Teilen dieser Welt ist ein wichtiger Schritt, um eine gerechtere Welt zu schaffen. Diese Rückgabe muss sofort und zugunsten der Beraubten stattfinden.

Auch die Handelspolitik der Europäischen Union muss neu gedacht werden. Das Paradigma der Entwicklung, welches unter anderem durch die Entwicklungszusammenarbeit eine große Auswirkung auf den globalen Süden hat, muss ganz im Sinne des Post-Wachstums-Ansatzes, hinterfragt werden. Auch das Versprechen der neoliberalen Ökonom*innen durch die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPAs) bzw. Economic Partnership Agreements (EPAs) muss kritisch beäugt werden. Die Realität zeigt häufig, dass die Handelsabkommen Ungleichheit weiter produzieren. Wir wollen eine Außenpolitik die fair und gerecht ist und sich an demokratischen Werten orientiert. Die Auflösung postkolonialer Strukturen, die Förderung von Frieden ohne Gewalt, sowie die kritische Untersuchung der europäischen Handels- und Außenpolitik fordern wir!

Lasst uns gemeinsam als GRÜNE JUGEND Hessen für eine solche europäische Politik kämpfen! Sozial, gerecht, friedlich und ökologisch!

Beschlossen am 06.07.2019 auf der Landesmitgliederversammlung in Frankfurt am Main.

Artikel für den SCHAMPUS gesucht

Für die nächste Ausgabe des SCHAMPUS suchen wir wieder kreative Beiträge – geschrieben, gemalt oder gezeichnet natürlich von euch!

Dieses Mal hat unser SCHAMPUS den (noch Arbeits-) Titel „Ausblick und Aufbruch der politischen Jugend“. Wo will die Jugend hin? Was für eine Verantwortung haben wir als GRÜNE JUGEND nach der Europawahl? Was sind unsere Wünsche, Hoffnungen und Ängste und wohin führt unser Weg?

Wir lehnen unser Thema an den Utopien-Prozess der GRÜNEN JUGEND Bund an, genauso wie an den Leitantrag der Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND Hessen!

Einsendeschluss ist der 11.08.2019

Wir freuen uns auf eure kreativen Ideen und Einfälle!

Pressemitteilung: Umwelt- und Bildungspolitik die wirkt, statt bloßer Kritik und Hysterie-Vorwürfen

Die GRÜNE JUGEND Hessen betont die zentralen Forderungen aus dem Koalitionsvertrag, die von Sebastian Sommer, neuer Vorsitzender der Jungen Union Hessen, im Interview der Frankfurter Rundschau vom 24.06.2019 scharf kritisiert wurden. Deborah Düring und Sascha Meier, Sprecher*innen der GRÜNEN JUGEND Hessen fordern: „Demokratie und vor allem verantwortungsvolles Regieren bedeutet auch Kompromissbereitschaft, der Angriff der Jungen Union auf das Koalitionspapier, in dem beide Seiten Kompromisse gemacht haben, ist an dieser Stelle vollkommen fehl am Platz. Debatten und Diskussionen über die Inhalte müssen dabei natürlich weitergeführt werden, aber in konstruktiver Art und Weise.“

In Bezug auf die im Koalitionspapier niedergeschriebene Abschaffung der Ziffernnoten machen die beiden Sprecher*innen deutlich: „Schüler*innen sollen eine faire Bewertung erhalten, bei denen neben der persönlichen Entfaltung, sowohl auf die Stärken als auch auf die Schwächen der Schüler*innen eingegangen wird. Dafür benötigen wir eine differenziertere Bewertung der Leistungen von Schüler*innen als nur die Bewertung mithilfe von Ziffernnoten. Um trotzdem einen vergleichbaren Abschluss, auch zwischen verschiedenen Bundesländern zu erhalten, werden, entgegen der Behauptung Sommers, Abschlussnoten nicht abgeschafft“.

Darüber hinaus macht der Koalitionsvertrag deutlich, dass es an hessischen Schulen islamischen Religionsunterricht geben muss und dieser der verfassungsrechtlichen Ordnung entsprechen muss. „Die Darstellung der Jungen Union Hessen, dass im Koalitionspapier eine Intensivierung der Arbeit mit DITIB gefordert wird, ist dabei falsch!“, so Deborah Düring und Sascha Meier.

Dass sich die Klimapolitik, vor allem die der Bundesregierung, ändern muss, verdeutlichten die Proteste am vergangenen Wochenende. Schüler*innen von Fridays for Future, sowie 40.000 Klimaaktivist*innen forderten sowohl die Bundesregierung als auch die Landesregierungen dazu auf, endlich eine wirksame Umweltpolitik voranzutreiben. „Der Klimawandel, welcher vom Vorsitzenden der Jungen Union Hessen als „Umwelthysterie“ klein geredet wird, ist die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts! Das sofortige Handeln auf allen politischen Ebenen ist dabei dringend notwendig. Wir haben keine Zeit mehr!  Dass es sich hierbei um keine Hysterie, sondern die unbequeme Wahrheit handelt, welche wissenschaftlich belegbar ist, muss klar sein.  Das bedeutet unter anderem auch, weiterhin an dem Ziel zu arbeiten, endlich zwei Prozent der Landesflächen zur Nutzung für die Windenergie zur Verfügung zu stellen, auch in Südhessen und den anderen Regionen, in denen es kommunalen Widerstand gibt. Auf Bundesebene müssen dabei die unterschiedlichen Möglichkeiten den Klimawandel aufhalten zu können, wie eine sozialverträgliche CO² Steuer, sowie einer europäischen Zertifikatslösung für Treibhausgasemissionen im politischen Diskurs mitgedacht werden. In beiden Möglichkeiten steckt noch viel Potenzial, welches nicht genutzt wird“, so das Sprecher*innenduo der GRÜNEN JUGEND Hessen. „Eine politische Debatte, wie sie auch die Fridays for Future Bewegung in Frankfurt mit den Fraktionen, wie beispielsweise der CDU-Fraktion geführt hat, bedarf eines offenen, kompromissbereiten und respektvollem Umgangs miteinander, vor allem den Wünschen der kommenden Generation gegenüber“.

Mach mit!

News



20. Februar 2026

Pressemitteilung 2026-03: “Politik à la Trump”: GRÜNE JUGEND Hessen warnt vor ICE-Methoden im Innenministerium

Die GRÜNE JUGEND Hessen übt scharfe Kritik an den Plänen von Innenminister Roman Poseck zur Handyortung und Überwachung bei Abschiebungen. Solche Maßnahmen erinnern an die Methoden der US-Behörde ICE unter Trump, mit denen Schutzsuchende kriminalisiert und Grundrechte massiv untergraben werden. „Ein Blick nach Minnesota genügt, um das fatale Potenzial solcher populistischen Maßnahmen zu erkennen“, betont […]

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19. Februar 2026

Pressemitteilung 2026-02 vom 19.02.2026: Zum Jahrestag des rassistischen Anschlags in Hanau

Am heutigen Jahrestag des rassistischen Anschlags von Hanau gedenken wir der neun Menschen, die am 19. Februar 2020 aus rassistischen Motiven ermordet wurden. Unsere Gedanken sind bei ihren Familien, Freund*innen und allen Betroffenen, die bis heute mit den Folgen dieses rechten Terrors leben müssen. Wir gedenken: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, […]

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11. Februar 2026

Pressemitteilung 2026-01: Kürzungen an integrierten Gesamtschulen sind ein Angriff auf Bildungsgerechtigkeit

Die GRÜNE JUGEND Hessen kritisiert die geplanten Kürzungen bei Lehrkraftstunden an integrierten Gesamtschulen in Hessen scharf. Die Vorhaben des Kultusministeriums treffen ausgerechnet jene Schulform, die für gemeinsames Lernen steht und verschärfen die ohnehin angespannte Lage an Hessens Schulen weiter. Dazu sagt Senem Bozdağ, Sprecherin der GRÜNE JUGEND Hessen: „Wer integrierte Gesamtschulen kaputtspart, hält an einem […]

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